PUNK

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Los Fastidios – So Rude, So Lovely EP

Mit „So Rude, So Lovely“ geben Lost Fastidios nach acht Jahren mal wieder eine EP zum besten. Auf ihr finden sich insgesamt drei Songs wieder. Dazu gibt es noch fünf Bonustracks, bei den acht Liedern sind jedoch nur zwei neue dabei. Zum einen das titelgebende „So Rude, So Lovely“, ein klassisches 2-Tone Liebeslied und zum anderen „Hey You Are“ welches sehr Streetpunkig daher kommt.

Die restlichen Songs sind in neuen Versionen eingespielt worden. Mit dem Keyborder De Veggent hat man sich jemanden für den etwas anderen sound an Bord geholt. De Veggent stand vorher bei Red Ska am Keyboard und hat unter anderem dem Song „La Mia Vita“ seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt.

„So Rude, So Lovely“ ist eine musikalisch tolle CD-EP in erster Linie für Fans der Band. Die Songs kommen im typischen Skinhead Reggea Sound der Band daher. Wie immer schöner Working Class Punk-Rock wie man es von den Antifa Hooligans aus Italien seit 1991 gewohnt ist.

„So Rude, So Lovely“ ist bei KOB Records erschienen.

Jan

Feuerwasser – Punklomerat

Ganze elf Jahre haben Feuerwasser an den zwölf Songs ihres neuen Albums geschrieben. Thematisch nehmen uns die Jungs aus Witten auf eine Zeitreis in die 90‘ger des Deutschpunk.
Inhaltlich geht’s gegen Rechts und gegen Religion, um Freundschaft und Liebe und um einen Amoklauf. Grob zusammengefasst ist “Punklomerat” von Feuerwasser ein sozialkritisches Album mit der richtigen Attitüde. Die oben angeführten Themen erhalten u. a. in „Taubstummblind“, „Auferstanden“, „Die Katze im Sack“, „Hasserfüllt“ und „Das wird man wohl noch sagen dürfen“ Ausdruck. Das ganze kommt mit ordentlich Tempo daher und ist nach knapp einer halben Stunde auch schon wieder zu Ende.

Telekoma /Bockwurschtbude – "25 Jahre in Lärmbereitschaft" EP

In diesem Jahr lief so einiges anders als geplant. Ein langes Konzertwochenende zum 25. Geburtstag beider Bands sollte es stilecht am Wochenende des Reformationstages geben, das fiel dann pandemiebedingt aus. Parallel dazu sagte man auch das traditionelle Klassentreffen aka den Weihnachtspogo in Frankfurt (Oder). Alles doof in 2020 und während ich diese Zeilen schreibe, wird gerade die Lockdownverlängerung zwischen Kanzlerin und MP‘s beraten. 2021 dürfte im ersten Halbjahr genauso konzertarm weitergehen, wie das Jahr zuvor.

Trotz alle dem war man im Hause Telekoma und Bockwurschtbude gewillt das Beste aus der Situation zu machen, um irgendwie dem 25. jährigem Jubiläum gerecht zu werden. Eine 7" EP ist es geworden, auf der jede Band zwei Songs der anderen covert. So hören wir von der Bockwurschtbude „Eine neue Ära“ und „Mono“ vom Telekoma Album „Wirrwahr“. Und Telekoma mit „Welches Lied“ und „G“ vom Album „Back to the Roots“ der Bockwurschtbude.

Telekoma wie auch die Bockwuschtbude geben den jeweiligen Stücken ihre eigene Note an Härte und Rauheit. Das ganze macht großen Spaß im Ohr und wird dem Anspruch 25 Jahre Kellerrock aus Frankfurt (Oder) durchaus gerecht. Ob das ganze, wie im Sommer 1996, in der Garage von Mieschkas Vater aufgenommen wurde, ist nicht überliefert - wäre aber witzig.