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Los Fastidios – So Rude, So Lovely EP

Mit „So Rude, So Lovely“ geben Lost Fastidios nach acht Jahren mal wieder eine EP zum besten. Auf ihr finden sich insgesamt drei Songs wieder. Dazu gibt es noch fünf Bonustracks, bei den acht Liedern sind jedoch nur zwei neue dabei. Zum einen das titelgebende „So Rude, So Lovely“, ein klassisches 2-Tone Liebeslied und zum anderen „Hey You Are“ welches sehr Streetpunkig daher kommt.

Die restlichen Songs sind in neuen Versionen eingespielt worden. Mit dem Keyborder De Veggent hat man sich jemanden für den etwas anderen sound an Bord geholt. De Veggent stand vorher bei Red Ska am Keyboard und hat unter anderem dem Song „La Mia Vita“ seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt.

„So Rude, So Lovely“ ist eine musikalisch tolle CD-EP in erster Linie für Fans der Band. Die Songs kommen im typischen Skinhead Reggea Sound der Band daher. Wie immer schöner Working Class Punk-Rock wie man es von den Antifa Hooligans aus Italien seit 1991 gewohnt ist.

„So Rude, So Lovely“ ist bei KOB Records erschienen.

Jan

Egotronic „Keine Argumente!“

Ihr achtes Album legen die Jungs um Torsun mit „Keine Argumente!“ vor. Zwölf Songs finden sich auf der Platte, inhaltlich gibt es die von Egotronic gewohnte Anti-Deutsche Kost. Für die Produktion der Platte stellte sich Rod Gonzales von den Ärzten zur Verfügung.

Die großen Kracher wie „Raven gegen Deutschland“ oder „Ten German Bombers“ gibt die Scheibe eher nicht her. Torsun & Co werden zorniger. Das zeigt der Song „Scheiße bleibt Scheiße“ sehr deutlich. Thematisch wird hier klar Stellung im Lager der Anti-Deutschen Bewegung bezogen und dabei wird deutlich die politische Lage im Land reflektiert. Eine Song gewordene heftige Wutrede, die definitiv nicht versöhnlich sein will. Denn Fakt ist: Deutschland ist immer noch Deutschland und bleibt eben Scheiße so wie es ist.

Der Song „Deine Melodie“ dürfte einer der persönlichsten Songs überhaupt von Egotronic sein. Es geht um eine tiefe und innige Freundschaft zwischen zwei jungen Erwachsenen in einer Kleinstadt im Süden Hessens. Drumherum wird eine Geschichte von Exzess, Krawall, Punkrock und Absturz erzählt.
In den Songs „Ich weiß - die Welt riecht streng nach Pisse“ und „Ihr wollt Arbeit, ich will schlafen“ geht es neben all den zornigen Songs eher humorvoll zur Sache.

Musikalisch bewegen sich Egotronic wieder in Richtung Elektronik, bleiben aber den 2015 eingeschlagenen Weg des Punkrocks treu. „Keine Argumente!“ ist ein starkes Album, dessen Songs in ihrer Gesamtheit bissige, aggressive Wutreden gegen Rassismus, Ignoranz und Kleinbürgerlichkeit sind und spiegelt so sehr gut Deutschland im Jahr 2017 wieder.

Jan

F.R.I.D.A. Demo EP

F.R.I.D.A. sind eine zwei Jahre alte Punkband aus Berlin, auf ihrer Demo EP geben sie drei Stücke ihres Könnens zum besten.

Im groben machen sie eine Mischung aus Bad Religion, S. Distortion, Leatherface und Hot Water Music, es gibt bei F.R.I.D.A einfachen melodischen Punkrock bzw. Punk`n`Roll mit deutschen Texten auf die Ohren. Am Gesang beglückt uns Toni von Piratenpapst, Alex ist für Gitarre und Chor verantwortlich, dann wären da noch Micha an der Gitarre und Gesang, der spielt auch bei Johnnie Rook, die wunderbare LOW am Bass und der Lars an den Drums.

Inhaltlich positionieren sich F.R.I.D.A deutlich nach Links und erinnern mich an der ein oder anderen stelle an Dritte Wahl. Auf der EP wagen sie sich neben zwei eigenen Stücken an den Ton Steine Scherben Klassiker „Jetzt schlägts Dreizehn“. Raus gekommen ist eine knackige Punk Interpretation die wie die anderen beiden Stücke zum Tanzen einlädt.

F.R.I.D.A arbeiten gerade an ihrem ersten Album, welches 12 Stücke enthalten wird und dessen VÖ noch für dieses Jahr geplant ist, ich bin gespannt!

Jan