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Moscow Death Brigade - Bad Accent Anthems

„Bad Accent Anthems“ heißt das heiß erwartete dritte Album der Moscow Death Brigade. Wie gewohnt gibt es eigenständigen, aggressiven EDM-Hardcore-Metal-Drum’n’Bass-Techno-Rap-Punk auf die Ohren. Die Musik will vor allem gefühlt werden und die Band überliefert das mit einer enormen Intensität, die das Infield in ein Schlachtfeld verwandelt. Das ganze kommt mit einer rebellischen Attitüde daher und untermauert diese mit roher Energie. Moscow Death Brigade bringen ihr neues Werk auf den Punkt – simple, knackige Banger, Songs die einfach nur ins Blut gehen und sich nicht zu sehr in melodischen Geflechten verhaspeln. Inhaltlich geht man knallhart mit Rassismus und Diskriminierung ins Gericht.
Gemastert wurde die neue Scheibe von Tony Lindgren, der schon von Amon Amarth bis Billie Eilish diverse Hochkaräter betreut hat.

"Bad Accent Anthems" ist der nächste heiße Scheiß, der uns an den nächsten Wochenenden gut unterhalten wird. Zudem ist das Album definitiv ein ultimativer Geduldstester bzgl. des Wartens bis wir alle wieder gemeinsam Schulter an Schulter feiern können. Hoffen wir mal das der Gig am 31.08.2020 im Eisenhüttenstädter Steelbruch steigen kann!

PC TOYS - Strange Outta Strausberg

„Strange Outta Strausberg“ ist die zweite EP der Jungs aus Strausberg. PC Toys sind Hansi Mac, Diggahdeanz, beide für den Rap verantwortlich, sowie Newk_ill als Dj und Donald Digg (Beats) und kommen aus Strausberg, den immer wieder unterschätzten Vorort von Berlin.

Hansi und Digga kenne ich schon ziemlich lange. Damals war es in der Strausberger Horte. Ich fand es ziemlich witzig, als ich letztes Jahr gelesen habe, dass sie auf dem Oderbruch Open Air (OBOA) spielen werden.

Mit „Strange Outta Strausberg“ bringen die Jungs 6 Songs raus, welche gesellschaftskritisch daherkommen. Die Stücke sind als melodischer Battle-Rap verpackt und werden mit eigenem Sound und Beats garniert. Die EP ist eine Hommage an Strausberg und das ganze subkulturelle Drumherum, um das kulturelle & soziale Wohnprojekt „Horte“, sowie die anderen alternativen Wohnprojekte in der Stadt. PC-Toys beschreiben das Leben in der kleinen Stadt vor den Toren Berlins und machen auf schlechte, aber auch gute Dinge in der Umgebung aufmerksam, jene treffen auch durchaus auf andere Städte in Brandenburg zu.

Wer also politisch angehauchten Battle-Rap und Berliner Vororte mag, wird mit PC-Toys nichts falsch machen und sollte die Augen aufhalten, denn sie dürften auf dem ein oder anderen Festival im Sommer zu hören sein.

The Stanfields – Limboland

Das mittlerweile fünfte Album der Band gefällt mir wieder etwas mehr als dessen Vorgänger. Ich beobachte die Band ja schon einige Jahre und war sofort in deren rauen aber dennoch melodischen Sound verliebt. Das letzte Album ist mir dann doch zu seicht geworden, weshalb ich glücklich bin, dass es diesmal wieder etwas rauer aber nicht unrund zur Sache geht. Vielleicht ist es aber auch die große Abwechslung, die mich dieses Mal begeistert. Neben ruhigen Songs wird musikalisch aber auch inhaltlich ordentlich aufs Gaspedal getreten. Hier ein bisschen Folk, da ein bisschen Rock und über allem die Pubrauch geschwängerte Luft. Grundsätzlich gefällt mir dabei, dass die Band um Frontmann Jon Landry, die zwei Besetzungswechsel zu verkraften hatte, thematisch nicht resigniert, obwohl die verfickte Welt gerade allen Grund dazu liefert. „Your Flag (won´t save you anymore)“ ist da echt der Soundtrack, selbst nicht zu verzweifeln. Ganz starkes Album, welches ohne Ende Kraft geben kann und gibt, wenn man sich darauf einlässt.